Donnerstag, 17. März 2011

Zeit des Umbruchs

Hast du die Studenten gesehen,
Wie sie lachend vor dem Altgebäude stehen,
Wie sie in Gruppen zur Mensa gehen,
Und ihre Banner der Revolution im Winde wehen?
Doch das ist jetzt nicht mehr.

Sahest du die Studenten,
Wie sie in den Vorlesungen pennten,
Die sie eigentlich spannend fänden,
Vor allem, wenn sie endlich endeten?
Doch das ist jetzt nicht mehr.

In den Hörsälen aufgereiht wie Himmelsgestirne,
Sitzen die leeren, wissensdurstigen Gehirne,
Wie eine sich nach Liebe zehrende Dirne,
Doch das ist jetzt nicht mehr.

Doch das ist jetzt nicht mehr,
Und ich, ich fühle mich leer.
Aus der homogenen Gruppe entrissen,
Verstoßen, verbannt zu einer ungewissen
Zukunft; Sich in der Zwischenwelt befindend,
Nicht hier, nicht da, noch entschwindend
Ist vergangen. Was nur bleibt,
Sind die Erinnerungen an die Zeit.

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